Naturschutzgebiet
Ententeich erhalten
denn Brühl und Bornheim sind in Gefahr
Das Naturschutzgebiet Ententeich in Brühl soll für eine mögliche Erweiterung des Freizeitparks Phantasialand weichen. Am 9. Juli 2026 hat die Stadt Brühl das entsprechende Bauleitplanverfahren bereits auf den Weg gebracht. Das rund 14 Hektar große Waldgebiet würde nicht nur verschwinden, sondern auch fehlen.
Denn das Naturschutzgebiet schützt seit über 40 Jahren Natur, Tier und Mensch.
© OpenStreetMap
Damit stellt sich eine grundsätzliche Frage: Wie dauerhaft ist der Schutz eines Naturschutzgebietes wirklich, wenn wirtschaftliche Interessen seine Flächen beanspruchen können? Wird hier ein bestehendes Naturschutzgebiet für die Erweiterung eines privaten Freizeitparks aufgegeben, droht ein gefährlicher Präzedenzfall: Ein Signal für andere Kommunen. Naturschutz darf nicht verhandelbar sein, sobald ein Privatunternehmen Interesse an der Fläche hat. Das kann andere Naturschutzgebiete bundesweit gefährden.
Auch die versprochenen wirtschaftlichen Vorteile der Erweiterung, also Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und Tourismus, sind bisher unbelegte Erwartungen.
Das Naturschutzgebiet Ententeich ist zudem für Klima, Wasser und Lebensqualität von großer Bedeutung. Es ist insgesamt sehr wasserreich und liegt oberhalb tiefer liegender Bereiche im Brühler Süden. Mit seinen Gewässer-, Feucht- und Waldflächen kann es Niederschlagswasser aufnehmen und zurückhalten und damit zum natürlichen Wasserrückhalt und zum Hochwasserschutz beitragen. Gleichzeitig wirkt der gewachsene Wald als natürliche Klimaanlage und kann an heißen Sommertagen die umliegenden Bereiche kühlen.
Auch die seit Jahren ungelösten Verkehrsprobleme rund um das Phantasialand, zusätzliche Hitze durch versiegelte Flächen und Lärm für die Anwohnerinnen und Anwohner würden sich durch eine Erweiterung vermutlich verschärfen.
Natürlich verlieren mit dem Naturschutzgebiet auch geschützte Arten wie Eisvögel, Fledermäuse und Amphibien ihren Lebensraum, einen Lebensraum, der über Jahrzehnte gewachsen ist und sich nicht einfach an anderer Stelle neu schaffen lässt.
Daher fordern wir, dass das Naturschutzgebiet Ententeich nicht bebaut wird. Wir fordern, das uns alle schützende Gebiet zu bewahren. Darüber hinaus erwarten wir allseits transparente Entscheidungsprozesse zum Naturschutzgebiet Ententeich und die inhärente vollständige Berücksichtigung von Klima- und Hochwasserrisiken. Es darf kein Präzedenzfall geschaffen werden, der andere Naturschutzgebiete bundesweit gefährdet.
Deshalb starten wir in Kürze unser Bürgerbegehren, damit die Brühlerinnen und Brühler selbst über die Zukunft des Naturschutzgebiets Ententeich entscheiden können. Jede Unterschrift zählt.
Helfen Sie uns, das Naturschutzgebiet Ententeich zu bewahren! Gehen Sie in sich und in die Natur.